Demografie als Treiber


Investoren sollten bei Real Estate verstärkt Märkte in anderen Kontinenten in Betracht ziehen, schreibt Mathias Kulke.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, in denen Prognosen über Wirtschaftswachstum, Inflation und Staatsverschuldung kaum möglich sind, bekommen Anlagen in Sachwerte eine erhöhte Bedeutung. Im Mittelpunkt stehen dabei meist deutsche und europäische sicherheitsorientierte Immobilien mit einem stabilen Cashflow.
Festzustellen ist, dass heimische Core-Lagen trotz gestiegener Immobilienpreise immer noch eine erhebliche Risikoprämie gegenüber der Bundesanleihe bieten. Immobilien, die sich nicht in exponierten Lagen befinden oder Leerstände bzw. einen Instandhaltungsstau aufweisen, bieten noch weitaus höhere Prämien, da sich die Spreads zu Core-Immobilien in den vergangenen Jahren sogar erhöht haben. Die Höhe der Rendite wird – Bonität der Mieter vorausgesetzt – maßgeblich durch die Nutzungsart, Lage und Laufzeit der Mietverträge bestimmt.

Welche Strategien sind nun für den Investor lohnend? Oder vielmehr welche Strategien wollen, sollten oder können regulierte Investoren umsetzen?


Gesamten Artikel als PDF lesen: dpn Dezember 2012 / Januar 2013

MGPA verkündet Erstes Closing des Asien Spezialfonds


London / Frankfurt – Das unabhängig geführte Beratungsunternehmen für Private Equity Immobilieninvestitionen MGPA gibt das erste Closing seines MGPA Asien Spezialfonds mit Eigenkapitalzusagen in Höhe von € 85 Mio. von drei deutschen institutionellen Investoren bekannt.

Der MGPA Asien Spezialfonds ist ein ausschüttungsorientierter Fonds mit einem Core Plus – Rendite-/Risiko-Profil und unterliegt der Regulierung durch das deutsche Investmentgesetz. Er richtet sich insbesondere an institutionelle Anleger aus den deutschsprachigen Ländern Europas, die auf der Suche nach einem Engagement an den Immobilienmärkten des Asien-Pazifik-Raums sind. Der Schwerpunkt der Anlagestrategie des Fonds liegt auf den entwickelten Märkten Japan, Australien, Hong Kong, Singapur und Malaysia. MGPA ist seit 1999 in Asien aktiv und verfügt dort mit derzeit über 150 Mitarbeitern in sieben Niederlassungen über eine starke lokale Präsenz.

Der MGPA Asien Spezialfonds bietet institutionellen Anlegern die Möglichkeit, über die vertraute Struktur des deutschen Spezialfonds Immobilieninvestitionen in Asien zu tätigen und dabei von der starken lokalen Präsenz und umfangreichen Expertise von MGPA zu profitieren. Das angestrebte Eigenkapitalvolumen des MGPA Asien Spezialfonds beträgt € 500 Mio.

“Aufgrund der makroökonomischen Entwicklung und der Dynamik auf den einzelnen Immobilienmärkten sind die derzeit interessantesten Märkte für die Erzielung attraktiver Immobilienrenditen bei angemessenem Risiko Japan, Australien und Hong Kong. Wie in allen anderen Märkten sind auch hier große und erfahrene Teams vor Ort und lokale Expertise der Schlüssel zum Erfolg“, kommentiert John Saunders, der CEO – Asia von MGPA.

“Der MGPA Asien Spezialfonds wird sich auf Investitionen in attraktive, ertragsstarke Immobilien  mit Wertsteigerungspotenzial konzentrieren, insbesondere im Büro- und Einzelhandelssektor. Jährliche Ausschüttungen an die Anleger und langfristiges Potenzial zur Wertsteigerung sind die Eckpfeiler der Anlagestrategie“, erläuterte Christian Schulte Eistrup, Managing Director of Capital Markets – Europe bei MGPA, die Auflegung des asiatischen Immobilienfonds.

Universal-Investment, die Kapitalanlagegesellschaft (KAG) des MGPA Asien Spezialfonds, ist die größte unabhängige Master-KAG im deutschsprachigen Raum. Seit über einem Jahr hat Universal-Investment eine Alternative-Asset-Sparte, welche auch internationale Asset Manager bei rechtlichen und regulatorischen Themen unterstützt und effiziente Fondsstrukturen ermöglicht. „Wir freuen uns, mit Universal-Investment einen starken Partner zu haben, dessen Fokus auf Struktur, Administration, Risikokontrolle, Rechnungslegung und Reporting für deutsche Inverstoren liegt und somit unsere eigene Expertise sehr gut ergänzt“, so Saunders.

Die Selinus Capital GmbH ist exklusiv mit dem Vertrieb des MGPA Asien Spezialfonds in Deutschland, Österreich und der Schweiz beauftragt.

MGPA ist seit 13 Jahren als Investor und Asset Manager auf den asiatischen und europäischen institutionellen Immobilienmärkten aktiv und hat bereits mehrere Auszeichnungen für seine Aktivitäten im asiatischen Raum erhalten.  Erst kürzlich wurde MGPA von REIW als Best Asian Private Equity Real Estate Fund Manager [Bester Asiatischer Immobilienfondsmanager] ausgezeichnet. Das Unternehmen hat derzeit 13 Niederlassungen im Asien-Pazifik-Raum und in Europa und beschäftigt über 240 Mitarbeiter.


Jahrestagung Immobilienwirtschaft 2012


Diskussionsrunde: Immobilienanlagetrends in einem anspruchsvollen Marktumfeld – Sicherheit und Risiko – was wollen Investoren?

  • 75 Prozent der europäischen Investoren wollen Core-Produkte
  • Deutsche Spezialfonds sind international nur von untergeordneter Relevanz
  • Steigender Druck zur Internationalisierung bewirkt eine Zunahme der indirekten Anlagen

Dr. Henning Klöppelt (Warburg-Henderson Kapitalgesellschaften für Immobilien mbH) berichtete von einer konstant hohen Nachfrage nach Immobilienprodukten. Dies sei auf das aktuelle Niedrigzinsumfeld bei gleichzeitig zu beobachtender Risikoaversion der Investoren, die Langfristigkeit und Sicherheit in Immobilieninvestments zurückzuführen. Dietrich Heidtmann (Grosvenor Fund Management) ergänzte: „Zurzeit sind zwar die Renditeanforderungen der Investoren niedriger, aber auch die Volatilität müsse gering sein.“ Großanleger würden sich außerdem auf lokale Partner für ihre indirekten Anlagen konzentrieren und diese wenn möglich sogar exklusiv an sich binden. Andererseits konnten auch global investierende Opportunity-Fonds und somit Anlagevehikel mit höherem Risikoprofil in jüngster Zeit erfolgreiche Closings vermelden, auch dieses Modell sei nach wie vor attraktiv.

Als Placement Agent für institutionelle Investoren ergänzte Valéry-Christoph Engelke (Selinus Capital GmbH): „Der Fokus meiner Mandanten liegt auf Ertragsanlageklassen mit deutlich über 4 Prozent Rendite, die sollten jedoch zugleich risikoarm und somit volatilitätsarm sein.“ Dazu passt es, dass laut einer aktuellen INREV-Studie 75 Prozent der europäischen Investoren Core-Produkte wollen, obwohl dieses Segment teilweise bereits „overpriced“ erscheint.

Dr. Matthias Stürmer (Duranium Real Estate) erkennt vor diesem Hintergrund eine Umorientierung von Blind-Pool-Konzepten und Joint Ventures hin zu seperate accounts (Einzelmandate). Allerdings wurde dies dahingehend ergänzt, dass diese Einzelmandate aufgrund vergleichsweise geringem immanenten Volumina möglicherweise nicht immer geeignet sein können, um die Investorenstrategie bestmöglich abzubilden. Und obwohl der deutsche Spezialfonds laut Heidtmann aufgrund seiner regulatorischen Nachteile gegenüber Luxemburger Fonds-Konstrukten international nur von untergeordneter Relevanz sei, so sei eben dieses Vehikel Spezialfonds doch gut dazu geeignet, gerade Nischenthemen zu besetzen, so Engelke. Dies sei insbesondere durch spezialisierte Anbieter möglich, die die dann auch Vorteile einer Service KAG nutzen. Solche Service KAGs bietet auch Dr. Klöppelts IntReal für Dritte mit guten Produktideen an. Er erwarte durch den steigenden Druck zur Internationalisierung eine Zunahme der indirekten Anlagen, auch weil Direktinvestment arbeitsintensiver seien. Dabei scheint außerdem eine einfache und eindeutige Struktur im Fokus der Anleger zu stehen. Dr. Stürmer skizzierte indes den „Wunschfonds“ der Investoren für 2013 wie folgt und bezog sich dabei auch auf die aktuelle INREV-Studie: Ein Land, ein Sektor, geschlossene Struktur, mit vorhandenem Portfolio, mit wenigen Investoren und mit einer hohen Beteiligungsquote des Initiators. Modelle wie beispielsweise „pan-europäische Core-Fonds“ seien aktuell nicht mehr gefragt. Diese Ansicht wurde auch von Heidtmann bestätigt. Engelke verwies abschließend darauf, dass diese Studie sicher für die großen institutionellen Anleger zuträfe, dass allerdings kleinere Investoren wie Versorgungswerke doch eher die Diversifikation suchen würden. Deren „Wunschfonds“ beschrieb er mit einer hohen Ausschüttung von über 6 Prozent. Dies sei beispielsweise durch Fachmärkte, Logistik oder Parkhäuser möglich, mit einem Interessensgleichheit durch ein nennenswertes Co-Investment des Anbieters sowie mit dem Vorhandensein von mindestens einem Seed-Portfolio.

Quelle: Handelsblatt Jahrestagung Immobilienwirtschaft am 5. Juli 2012


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