AEW bringt ersten Deutschland-Bürofonds


Der Investmentmanager AEW hat seinen ersten ganz auf Deutschland fokussierten Bürospezialfonds aufgelegt. Der City Office Germany hat von deutschen Institutionellen schon 118 Mio. Euro Eigenkapitalzusagen erhalten und zielt auf 250 Mio. Euro. Die Einkaufsstrategie basiert auf der Erwartung einer weiter lebhaften Mieternachfrage und der positiven Entwicklung von Büronebenlagen.

Die Einkäufer um Marc Langenbach, Leiter Fondsmanagement Deutschland, sehen sich dafür in den sieben Bürohochburgen Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Köln, Düsseldorf und Stuttgart um, außerdem in "anderen etablierten Bürostandorten, in denen mit starker Mietsteigerung gerechnet wird", heißt es.

Am deutschen Bürovermietungsmarkt verknappten sich die verfügbaren Flächen weiter, da viele Bürohäuser in Wohnanlagen umkonzipiert würden, so die Erwartung Langenbachs. "Für Berlin, München und andere Standorte rechnen wir daher mit massivem Mietwachstum. Davon wollen wir profitieren."

Ins Raster passen Teilleerstände und Nebenstandorte

Dafür fährt der Fonds eine zweigleisige Strategie. Zum einen sucht man Objekte mit Teilleerständen oder auslaufenden Mietverträgen, die mit ein wenig Kapitaleinsatz wieder marktfähig gemacht und dann wieder vermietet werden können - komplette Revitalisierungen sind nicht vorgesehen. Zum anderen sind Büronebenstandorte wie z.B. Ismaning bei München auf der Liste. In denen sucht der Fonds voll vermiete Objekte, die dem Gesamtportfolio eine anfängliche Ausschüttungsrendite von 4,5% bis 5% p.a. sichern. Für spätere Wertsteigerungen soll auch hier die erwartete positive Entwicklung des Teilmarkts sorgen. "Vor einigen Jahren zählte dazu z.B. auch die Media Spree in Berlin", erinnert sich Langenbach. Heute müsse man solche Chancen anderswo suchen.

Das Risikoprofil des Fonds wird mit Core-plus angegeben. Einschließlich Fremdkapital kann der City Office Germany bis zu 500 Mio. Euro groß werden. Trotz seines englischen Namens ist er auch anlegerseitig ein deutsches Produkt mit institutionellen Anlegern.

Anlagen & Finanzen, 22. Juni 2017

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